Tierheilpraxis Helfende Hand

Akupunktur
 Akupunktur


Der Begriff Akupunktur kommt aus dem lateinischen acus = Nadel und pungere = stechen.
Definition eines Akupunkturpunktes: Chin.: xue, Dt.: Öffnung, Zugang, Perforation, Loch, Tunnel. Diese Übersetzungen kommen nicht an die tiefere Bedeutung ran. Es sollte eigentlich heißen: "Zugang zur Tiefe". Nach der Theorie der traditionellen Chinesischen Veterinär Medizin (TCVM) werden die Abschnitte des Organismus durch ein Netzwerk von Kanälen verbunden, welche Meridiane genannt werden. Die Englische Bezeichnung "channels and collaterals" kommt der ursprünglichen Bedeutung bedeutend näher, da sie eher der wörtlichen Übersetzung entspricht. In den Meridianen fließt nach dieser Lehre das sogenannte "Qi", welches gerne als Lebenskraft oder Energie bezeichnet wird. Fakt ist, dass es bedeutend mehr bedeutet, da z.b. das Zeichen des "Qi" z.b. auch soviel bedeutet wir Dampf und Reis. Somit ist immer der Zusammenhang hinzuzuziehen, um die entsprechende Bedeutung zu definieren. Eine der Grundannahmen in der TCVM besteht darin, dass auf den Meridianen insgesamt ca. 381 Akupunkturpunkte angeordnet sind. Die Punkte sind mit einem oder mehreren Organen oder Körperteilen verbunden und können diese entsprechend beeinflussen.

Die Akupunktur ist eine der ältesten Therapieformen in der Alternativmedizin. Sie hat ihren Ursprung in Traditionellen Chinesischen Humanmedizin (TCM) und hat sich aus Erfahrungen und Beobachtungen chinesischer Ärzte vor über 4000 Jahren entwickelt. Interessanterweise hat die Entwicklung der Akupunktur ursprünglich überwiegend im Sinn gehabt, die Arbeitskraft der Menschen zu erhalten. Später wurde dies dann auf Tiere transportiert und selbstständig weiterentwickelt. An dieser Stelle vor allem bei den für die Chinesen äusserst wertvollen Pferde. Die erste Schriftliche Dokumentation der Praxis an Tieren entstammte der Han-Dynastie (ca. 20 v. Chr. - 40 . Chr.)

Die auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte werden mit hilfe speziellen Nadeln angeregt um das Qi entsprechend zu reguliert. Jeder der Punkte steht mit fest definierten Organen und oder Funktionskreisen in Verbindung, sowie auch mit anderen Punkten oder Meridianen. Das Ziel ist, wieder einen Energetischen Einklang zu erreichen.

Ein gewissenhafter Akupunkteur achtet bei der Punkteauswahl darauf auch hier einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen, um nicht an anderer Stelle eine Dysharmonie auszulösen.
Die Akupunktur ist eine sogenannte Regulationstherapie. Das heisst, durch die Akupunktur werden körpereigne Systeme genutzt und unterstützt und somit die Selbstheilung des Patienten angeregt. Durch Akupunktur ist man oft in der Lage eine "echte" Heilung zu ermöglichen, und muss sich nicht nur auf das Verdrängen von Symptomen beschränken.
- Was auch von der Schulmedizin durch eine Vielzahl an Studien weitgehend anerkannt ist.

In der TCVM wird auch ein völlig unabhängiges diagnostisches System verwendet, welches den ganzheitlichen Charakter sehr schön darstellt, da hierbei weit mehr betrachtet wird als nur einzelne Symptome.

Gewissenhafte Diagnose, sowie induviduell erstellte Behandlungspläne und genaue Beachtung der Regeln in der Ausübung führen dazu, das Akupunktur praktisch Nebenwirkungsfrei ist.


Im Grundsatz ist festzuhalten:"Akupunktur heilt was gestört ist, Akupunktur heilt nicht, was zerstört ist".

Um ein Beispiel aus der Praxis zu nennen:
Ein zerstörter Knorpel lässt sich auch auf diesem Wege nicht wiederherstellen.

Ich schreibe hier bewusst keine Auflistung von Krankheiten oder Symptomen, welche durch TCVM, bzw. Akupunktur behandelt werden können. Denn dies würde dazu führen, dass dieses auf mehr oder weniger Rezeptbasis reduziert werden würde, ala wenn dies - dann nehme man das. Aber so funktioniert es nicht! Man kann 2 Patienten haben, die unter den gleichen Krankheiten leiden, aber die Therapie vollkommen unterschiedlich aussehen kann. Dies kann beispielsweise begründet sein in der Entstehung der Krankheit, im Leben oder den Lebensumständen des Patienten, u.v.m.